Bauformen

Grundkachelofen

Prinzip Grundkachelofen

Ein Grundofen ist eine vor Ort handwerklich erstellte Anlage, bestehend aus einem Brennraum und nachgeschalteten keramischen Heizgaszügen.
Es gibt drei Varianten, die nach ihrer Speichermasse unterschieden werden: leichte, mittlere und schwere Bauart. Ein Grundofen ist ein Zeitbrandofen. Der Brennstoff, "Holz", wird in einer bestimmten Zeit abgebrannt und die im Abbrand entstehende Wärme(im Feuerraum bis zu 900°C) im Schamottesteinen gespeichert, die nach und nach über die Oberfläche (als Strahlungswärme) abgegeben wird. Die Nachheizzeit (Auflegen vom Brennstoff) liegt in der Regel bei 8h,12h oder 24 Stunden, je nach Auslegung des Grundofens.


Speicherkamin/Heizkamin

Speicherkamin/Heizkamin Das Funktionsprinzip des Speicherkamins/ Heizkamins entspricht weitgehend dem des Warmluftofens. Allerdings verfügen Heizkamine über eine mehr oder weniger große Glasscheibe, über welche man den Abbrand beobachten kann. Ein Vorteil des Heizkamins gegenüber dem Warmluftofen ist der höhere Anteil an Strahlungswärme. Diese gelangt unmittelbar nach Heizbeginn über die Sichtscheibe in den Aufstellraum und sorgt so für ein angenehmeres Temperaturempfinden. Seit einigen Jahren kann bei vielen Kamineinsätzen die Beheizung auch über die Rückseite - also z.B. vom Vorraum - erfolgen. Die Sichtscheibe muss dann nur noch zu Reinigungszwecken geöffnet werden. Durch die Erweiterung des Heizkamins um einen gemauerten Rauchgaszug erreicht man die Funktionsweise ähnich eines Kombi-Kachelofens.


Holzbackofen/Pizzaofen

Holzbackofen/Pizzaofen Im Gegensatz zu den Grillgeräten wird die Hitze im Pizzaofen oder Holzbackofen nicht direkt an das Gargut abgegeben, sondern im Ofen für längere Zeit gespeichert. Daher eignen sich zum Bau von Pizzaöfen besonders Materialien, welche die Hitze gut speichern wie z.b. Schamottstein oder Lehm. [Quelle:Wikipedia]

Kombi-Kachelofen

Der Kombi-Kachelofen ist eine Mischung aus Konvektionsofen (dem Heizeinsatz) und Grundkachekofen (gemauerte Züge). Verbrennungstechnik: ( Sonderarten für andere Brennstoffarten wie Pellets, Briketts, Öl oder Gas) können auch eingebaut werden.
Die gemauerten Züge werden an der Ofenwand entlang geleitet, damit ein möglichst gleichmäßiger und großer Wärmeanteil an den Raum abgegeben werden kann. Ein weiterer Vorteil ist eine schnelle Wärmeabgabe vom Heizeinsatz (ca. 15 bis 20 min) und eine Speicherzeit zwischen 6 und 12 Stunden des keramischen Zugs.



Kombi-Kachelofen mit Warmwasserregister

Bei einem Kombi-Kachelofen mit Warmwasserregister, ist es möglich, je nach Einsatztype
bis zu 15 KW Wasserseitig an Wärmeleistung zu erzeugen. Diese wird über einen so genannten Pufferspeicher abgespeichert und über die Fußbodenheizung, Wandheizung oder auch Heizkörper im ganzen Haus verteilt.


Warmluftofen

Prinzip Warmluftkachelofen

Dieser Kachelofentyp funktioniert nach dem Prinzip der Konvektionsheizung. Kalte Raumluft strömt über die untere Öffnung (meist ein Lüftungsgitter im Sockel) ins Innere des Kachelofens, wird dort an den heißen Eisenteilen erwärmt und strömt als warme Luft in den Raum zurück. Diese Warmluft kann auch mittels Warmluftkanälen in angrenzende Räume oder darüberliegende Etagen geleitet werden. Die Warmluft hat einen Anteil von ca.60-70% an der abgegebenen Wärme, der Rest ist Strahlungswärme, die über die Oberfläche des Ofens abgegeben wird. Der Warmluftkachelofen gibt schnelle und wirtschaftliche Wärme ab.



Warmluft Zentralheizung

Die Warmluft-Zentralheizung war in Österreich und Deutschland in den 50er und 60er Jahren, bevor die Warmwasserzentralheizungen aufkamen, eine Sonderform des Kachelofens. Sie nutzte die durch die Entwicklung der Heizeinsätze und Blechheizregister zur Verfügung stehende hohe Heizleistung und verteilte sie mittels Luftkanälen in den Räumen von Einfamilienhäusern.


Hypokaustenheizung

Ist eine Sonderform des Warmluft-Kachelofens. Mit einem geschlossenen Luftumwälzungssystem, das durch Schwerkraft oder mit Gebläse funktioniert. So werden entferntere Bauteile z. B. Sitzbank eines Kachelkamins oder die Wände eines Zimmers beheizt. Die eingeschlossene, bis zu 200 °C heiße Systemluft kommt dabei nicht mit der Raumluft in Berührung.